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Chappi, tu Chappi-Dinge (BVB)

dan09 @, Hannover, Donnerstag, 12. Oktober 2017, 11:06 (vor 6 Tagen) @ Phil

Entscheidend ist: Alle Macht über die GmbH und co.KGaA haben die 150.000 Mitglieder.
Sie sind DER Eigentümer und halten defacto alle Fäden in der Hand. So wie es früher und schon immer war.

Sorry, diese Antwort ist mir ein Stück weit zu romantisch. Auf dem Papier ist dies so. In der Realität ist es beim BVB aber auch nicht anders als in anderen Konzernen. Puma, Evonik und Signal Iduna haben bei uns Geld investiert und haben daher auch eine Verhandlungsmacht. Nicht umsonst sitzen Abgeordnete der Teilhaber bei uns in den Gremien.
Im Gegensatz zu Wolfsburg, Leverkusen, Hoffenheim oder Leipzig haben wir hier verschiedene Teilhaber sitzen und sind nicht nur von einer Person abhängig. Und wie von dir ja ausgeführt, bestellt formell der Verein die Geschäftsführung.
In der Realität wird es aber genauso sein wie anderwo, dass diejenigen welche die Rechnung bezahlen auch das Sagen haben.
Du glaubst doch nicht dass sich hier oder in München ein Geschäftsführer halten könnte, wenn die 3-4 Investoren seine Ablösung betreiben?

Und ja, bei uns werden diese Mitglieder auch beteiligt, gefragt und haben Einfluss. Über die gewählten Vertreter des Vorstandes aber auch ganz direkt über unsere Fanabteilubg. Zudem werden sie seitens unserer Geschäftsführung ganz direkt eingebunden und haben dort Gehör und auch eine Stimme.

Du magst Recht haben, diese Illusion habe ich in den letzten Jahren (seitdem der BVB zurück in der Erfolgsspur ist) aber verloren.

Heute ist unsere Börsennotierung in meinen Augen, bei unserer Rechtsform, eine derv saubersten und transparentesten Lösungen überhaupt. Wir können in dieser Branche das nötige Geld generieren ohne dass wir uns „verkaufen“ müssen oder Kredite benötigen. Zu kritisieren gibt es dennoch manches, so man den prinzipiellen Entwicklungen im Fußball kritisch gegenüber steht. Aber eine Mehrheit der Mitglieder will wohl da vor allem eins: Der BVB soll sportlich erfolgreich sein. Und die Geschäftsführer sollen alles dafür nötig tun. Was sie dann halt im Rahmen dieser Branche auch machen.

Sagen wir es so, das Kind ist vor 15 Jahren in den Brunnen gefallen und die Börsennotierung hat und in der Beinaheinsolvenz den Arsch gerettet.
Ob wir jetzt das bessere Geschäftsmodell fahren als andere, da kann man redlich darüber streiten. In der Bilanz macht es keinen so großen Unterschied ob wir jetzt 100 Mio Schulden haben oder für 100 Mio Anteile erkauft haben. Zinsen werden immer fällig (wären heute aber gering), Dividenden nur im Erfolgsfall. Hinzu kommt eben auch, dass eine Bank im Gegensatz zu Investoren immer nur Einfluss nimmt wenn Sie den Rückfluss des Geldes in Gefahr sieht. Puma und co treiben da durchaus andere Interessen (was aber auch Vorteile für uns wiederum bringt).

Ohne dass wir uns jetzt über die expliziten Clubs streiten müssen, ist meine Idealvorstellung eigentlich immer noch die eines reinen Vereins wie bei Barcelona oder Real Madrid. Bei beiden Vereinen gibt es recht dichte Verbandelungen in die Politik, welche sicherlich auch problematisch sind.
Letztlich können die Mitglieder aber alle 4-5 Jahre den Präsidenten wählen und von diesem geht alle Macht aus.

Und genau das unterscheidet uns massiv von einem künstlichen Gebilde wie RB Leipzig. Dass der DFB dies erlaubte, ist und bleibt ein schwerer Fehler.

"Der Fehler" begann schon bei Leverkusen, Wolfsburg und Hoffenheim. Und der Fehler zieht sich auch nach meiner Meinung schon quer durch die Liga. Wie oben geschrieben, auch wenn die Vereine noch 50+1 der Stimmen halten. Die meisten Vereine werden eher von den Investoren und Teilhabern gesteuert als von den Vereinen selbst.
Extrembeispiele hierfür sind Hannover oder Hamburg.

 

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