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Alternativlos. (BVB)

Scrutinizer @, Montag, 17. Juli 2017, 06:44 (vor 8 Tagen) @ Karak Varn
bearbeitet von Scrutinizer, Montag, 17. Juli 2017, 06:58

Entschuldige bitte, wenn ich es so plump sage.

Aber es ist alternativlos, dass du was änderst, wenn es dich so stört.

Falls du hoffst, dass das System sich ändert, damit du selbst nichts tun musst, um dein Unbehagen zu mildern, wärst du schief gewickelt, bequem und naiv.

Alle aktiv am Profifußballzirkus Beteiligten profitieren. Profitieren meistens sogar richtig, richtig fett. Spieler. Berater. Vereine. Verbände. Sponsoren. Medien.

Gibt es durch das viele Geld im Kreislauf gravierende unangenehme Nebenwirkungen, die den gesellschaftlichen Frieden stören? Nein.

Warum also sollten Profiteure des Systems sich freiwillig beschränken, wo die Party gerade richtig Fahrt aufnimmt, nur weil ein paar Fans es pervers finden, letztlich aber weiter brav alles mitmachen, ergo mit anheizen?

Falls es dich so stört, musst du was tun. Bzw. aktiv etwas unterlassen, nämlich weiterhin so viel Geld ins System zu pumpen. Dafür bist du verantwortlich, du hast es in der Hand. Dadurch wird sich das System nicht ändern. Aber deine Stimmung, weil es nicht mehr oder jedenfalls weniger von deinem Geld ist, das das System anheizt.

Wenn du es wirklich willst, schaffst du das auch. :)

Entweder schrittweise, wie man einige Medikamente langsam ausschleicht. Jeden Monat, jedes Jahr etwas weniger. Oder kalter Entzug. Was dir leichter fällt.

Mir fiel's nicht schwer, weil ich schon immer vergleichsweise wenig Geld für Fußball ausgegeben habe. Meine Erfahrungen wären für dich kaum hilfreich.

Aber vielleicht kann User ok_kr erzählen, wie er es geschafft hat. War, so habe ich ihn verstanden, Schwatzgelber bis ins Mark, jahrelang mit Auswärtsdauerkarte und allem Drum und Dran, heute noch nicht mal mehr Sky zuhause. Trotzdem ist er weiterhin Borusse durch und durch.

Zum Schluss zwei Lesetipps.
1. Football Leaks
2. Schwatzgelb-Interview mit Watzke. http://www.schwatzgelb.de/2016-05-06-interview-watzke-hummels-bayer...

Sagt viel Richtiges über gewisse Zwänge. Trotzdem hat das Interview mich darin bestärkt, den Zirkus nicht mehr so mitzumachen wie früher. Besonders die unten zitierte Passage.

Natürlich stimmt der unvergessene Loriot-Satz "Ein Leben ohne Borussia ist möglich, aber sinnlos." ;)

Aber du entscheidest, wie du Borussia lebst.

Vielleicht triggert das Watzke-Interview ja bei dir, ein Shirt aus dem Schwatzgelb.de-Shop zu bestellen statt das Trikot. Eine Küchenwand schwarzgelb zu streichen, statt den BVB-Toaster zu kaufen. Mal bei den Amas oder Junioren ein Spiel zu gucken statt bei den Profis. Und so weiter, und so fort.

Asiatische Weisheit sagt: "Jede lange Reise beginnt mit einem ersten Schritt."
Amerikanische Werbeweisheit sagt: "Just do it!"

Es liegt an dir. :)


Auszug aus dem oben verlinkten Watzke-Interview

schwatzgelb.de: Also ist der Claim „Echte Liebe“ von Vereinsseite eher ein Vehikel, die Fans zum Geld ausgeben zu bewegen?

Watzke: Ne, das ist völlig falsch interpretiert. Es ist doch so: mein Gefühl gegenüber dem Verein ist echt. Wenn das so ist, warum sollen wir das nicht sagen, warum sollen wir davon nicht auch profitieren? Es ist ja keine Behauptung, hinter der nichts steht und die wir nur nutzen, um Geld zu verdienen. Bei meinen engsten Mitarbeitern habe ich schon das Gefühl, dass es eine sehr große Verbundenheit gibt. Denn wenn das nicht so nicht wäre, dann könntest du eben Bayern-Fan werden – da könntest du dich über mehr Erfolge freuen. Aber dass man das nutzt, deine Historie, deine politische Grundeinstellung, das macht doch beispielsweise der FC Liverpool genauso.

Einer der größten Pluspunkte von Borussia Dortmund ist nun mal diese enge Verbindung zwischen dem Verein und seinen Fans. Und solange wir den Leuten keine Mogelpackung liefern, ist es für mich in Ordnung, damit auch Geld zu verdienen. Wenn wir „Echte Liebe“ unter einen Werksklub oder einen von einem Mäzen gesteuerten Verein setzen würden, dann würde es nicht funktionieren, weil die Leute spürten, dass das gar nicht stimmen kann. „Ist doch Scheiße, was die da erzählen!“, würde es da heißen. Aber hier spüren die Leute, die es angeht, dass es stimmt.

 

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